SOLOKONZERTE: VIOLINKONZERT
Taschenpartitur
Aufführungsmaterial
Vorwort
Notenbeispiel
Joseph Haydn
(1732-1809)
Konzert für Violine und Orchester
"Melker Konzert" A-dur, Hob:VIIa 3

herausgegeben von Anton Gabmayer

Taschenpartitur
Titelblatt: Violinkonzert in A-dur, Hob:VIIa 3 von Joseph Haydn
Diese Taschenpartitur hat ein
gelbes Titelblatt
mit schwarzem Aufdruck.
Format: 22,4 x 16,6 cm
Handelspreise ohne Mwst.!
Preis der Taschenpartitur:No.08P/029EUR 10,90
Aufführungsmaterial
Das Aufführungsmaterial von diesem Werk haben wir exklusiv für die Burgenländische Haydnfestspiele Eisenstadt erstellt!
Bitte kontaktieren Sie die Festspielleitung, wenn Sie Interesse am Aufführungsmaterial dieses Werkes haben!
Vorwort
Das Konzert in A-dur, Hob VIIa:3 zählt zu den wenigen als authentisch anerkannten Violinkonzerten Joseph Haydns. Seine Entstehung wird in der Zeit um 1765 - 1770, jedenfalls aber vor 1771 angenommen, da das Werk zu diesem Zeitpunkt bereits im Katalog Breitkopfs geführt wird.
Das Autograph ist bedauerlicher Weise nicht erhalten. Die ursprüngliche Quelle (der auch die vorliegende Ausgabe folgt) bilden die Principal- und Ripienostimmen eines unbekannten Kopisten, die sich in der Musiksammlung von Stift Melk befinden. Dieser Fundort brachte dem Werk auch den Beinamen “Melker Konzert” ein.
Die Herkunft der Quelle ist nicht bekannt. Sie gelangte bereits 1826 in den Besitz des Stiftes und wird daher wohl älteren Datums sein wie auch nicht auszuschließen ist, daß sie bereits zu Haydns Lebzeiten Verwendung fand. Mitte des 20. Jahrhunderts wurde eine weitere (venezianische) Kopie gefunden. In jüngster Zeit tauchen zudem an verschiedenen Orten vereinzelte Stimmen (zumeist die Solostimme) auf, was auf eine weitere Verbreitung des Konzertes schließen läßt, als ursprünglich angenommen.
Die Hauptquelle von Stift Melk verfügt neben der Prinzipal- und den Streicherstimmen auch über zwei Hornstimmen, deren Authentizität unwahrscheinlich ist. Auch die erwähnte venezianische Quelle weist keine Hornstimmen aus; wie übrigens in beiden Quellen Oboen gänzlich fehlen.
In der 1952 datierten Ausgabe der "Haydn Mozart Presse" wurden schließlich Oboenstimmen “ergänzt” - ein Versuch, von dem unsere Arbeit Abstand nimmt. Die vorliegende Ausgabe geht (wie jene des Joseph Haydn Institutes Köln aus dem Jahr 1968) vielmehr davon aus, daß das Konzert nur mit den Streichern zu begleiten ist.
Der Herausgeber dankt in besonderer Weise dem Stift Melk für die Überlassung der dort aufbewahrten Stimmen zum Studium.
Anmerkungen zur Ausgabe und ihrer musikalischen Verwendung:
Die vorliegende Edition versteht sich nicht als “praktisch eingerichtete Ausgabe”. Der Herausgeber hat sich vielmehr darum bemüht, der Hauptquelle von Stift Melk möglichst erbunden zu bleiben.
Ergänzungen (insbesonders der Artikulationszeichen) wurden nur zögernd vorgenommen. Daß sie dennoch zahlreich sind, liegt an der in diesem Punkt beachtlichen Ungenauigkeit des historischen Materials, die teilweise aus dem Selbstverständnis damaliger Aufführungspraxis erklärt ist, wie auch aus bloßer Flüchtigkeit des Kopisten.
Eingriffe des Herausgebers waren also erforderlich, um eine einheitliche Wiedergabe des Werkes zu ermöglichen. Insbesonders den Solisten sind jedoch (entsprechend der historischen Quelle) zahlreiche Entscheidungen vorbehalten, welchen Kenntnis der historischen Spielpraxis und guter musikalischer Geschmack zugrunde gelegt werden möge.
Auch der Freiheit einer individuellen Interpretation ist - durch zurückhaltende Eingriffe des Herausgebers - ausreichend Raum gelassen, soweit durch die Quelle selbst (oder offenkundig notwendige Ergänzungen und Korrekturen) keine Grenzen gesetzt sind.
Anders als in den heute üblichen Ausgaben sind Eingriffe sowohl in der Partitur als auch in den Einzelstimmen gekennzeichnet. Der Herausgeber empfiehlt zwar deren Beachtung, möchte aber gleichzeitig allen Interpreten den Befund der Quelle von Melk verdeutlichen und eine kritische Auseinandersetzung mit der vorliegenden Ausgabe ermöglichen - die auch zu anderen Ergebnissen führen mag.
Offensichtliche Schreibfehler und die sehr uneinheitlichen Balkensetzung bei Achtelnoten (etc.) in der Quelle wurden ohne Kennzeichnung berichtigt bzw. angeglichen.
Gewidmet ist diese Arbeit meinem geschätzten Freund, Herrn Dr. Walter Reicher, Intendant der "Burgenländischen Haydnfestspiele Eisenstadt".
Anton Gabmayer, Dirigent Anton Gabmayer ist Autor des Vorwortes. Er ist Initiator der vorliegenden Ausgabe dieses Werkes.
Notenbeispiel
Violinkonzert, A-dur, Moderato, Partitur
Violinkonzert in A-Dur, Hob:VIIa 3 von Joseph Haydn, Partitur
copyright: Wolfgang Kiess updated: