SOLOKONZERTE: KLAVIERKONZERT
Taschenpartitur
Aufführungsmaterial
Werkbeschreibung
Notenbeispiel
Jan Ladislav Dussek
(1760-1812)
Konzert für Klavier und Orchester
F-dur, op. 14

herausgegeben von Richard Fuller

Taschenpartitur
Titelblatt: Klavierkonzert in F-Dur, op. 14 von Jan Ladislav Dussek
Diese Taschenpartitur hat ein
gelbes Titelblatt
mit schwarzem Aufdruck.
Format: 22,4 x 16,6 cm
Handelspreise ohne Mwst.!
Preis der Taschenpartitur:No.04P/514EUR 16,86
Aufführungsmaterial
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Preis der Dirigierpartitur:No.04D/514EUR 26,16
(Format: A4, 29,7 x 21cm, 49 Seiten, spiralisiert)
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Werkbeschreibung
Dusseks Klavierkonzert in F-dur op. 14, das vermutlich noch im vorrevolutionären Paris von 1789 entstanden war, ist ein eigenartiges Übergangswerk zwischen dem frühklassischen (vormozartischen) und dem brillianten Stil. Die Besetzung mit zwei Oboen und zwei Hörnern ist zwar gegenüber den Clavierkonzerten mit zwei Violinen und Baß der 1760er und 1770er Jahre bereits klassisch komplett, doch setzt die Bratsche während der Soloabschnitte aus. Dusseks Pariser Zeitgenosse, der Elsässer Jurist und Pianist Jean-Frederic Edelmann verzichtete zur gleichen Zeit allerdings ebenfalls auf die Viola im Orchester, da der rauhe Ton vom Pariser Publikum nicht so goutiert wurde (Daffner 1906).
Dusseks Konzerte erschienen übrigens auch nach seiner eiligen Abreise nach London in französischen Verlagen und dürften dadurch dem französischen Pianisten-Nachwuchs durchaus vertraut gewesen sein, wie die formale Ähnlichkeit zwischen dem Rondo des F-dur Konzerts und dem Rondo von Hyacinthe Jadins d-moll Konzert vermuten läßt (Fuller 1998).
Die Orchestertutti des ersten Satzes verraten den mittel- und norddeutschen Einfluß der Schule C. P. E. Bachs. Der Soloeinsatz des Klaviers ist dem Charakter der Tonart entsprechende pastoral, daran schließt aber sofort eine brilliante, in Triolen und parallelen Terzen gehaltene Passage an, der nach einem kurzen diese abschließenden Tuttieinwurf ein ausgedehnter und pianistischer Soloabschnitt folgt. Der Klaviersatz ist sehr anspruchsvoll. Terzen, chromatische Läufe, Terz-Triller und ein dem Klavier absolut untergeordneter Orchestersatz stellen den Virtuosen in den Vordergrund. Eine Kadenz ist im ersten Satz nicht vorgesehen.
Der zweite Satz, ein lyrisches Adagio, beginnt mit einem kurzen Orchestervorspiel, in dem aber romantische und pianistisch ausgezierte Soloabschnitte dominieren. Speziell nach dem virtuosen ersten Satz ist der Kontrast deutlich ausgeprägt. Nur in diesem Satz erhält der Pianist die Möglichkeit, in der Kadenz die lyrischen Elemente weiter zu verarbeiten.
Das Rondo ist ein fröhlicher Tanzsatz mit immer gleich wiederkehrenden Refraingruppen. Auch hier ist der Charakter sehr brillant, weite Passagen sind in Sechzehntel-Triolen gehalten. Eine Kadenz fehlt hier wieder, der Satz schließt mit der Refraingruppe.
Dusseks F-Dur Klavierkonzert op. 14 steht erst am Anfang einer Reihe von Klavierkonzerten, in denen sich in den Londoner Jahren des Meisters dessen Stil sich zur Vollendung entwickelte. Es ist anzunehmen, daß sowohl der Einfluß der Schule Haydns als auch das allmähliche posthume Erscheinen von Klavierkonzerten Mozarts Dusseks Meisterschaft weiter reifen ließ, während speziell die Klavierkonzerte der Londoner Periode einen deutlichen Einfluß auf Clementis einziges Klavierkonzert von 1796 ausübten sowie vermutlich auch Beethoven nicht unbekannt geblieben sein dürften.
Außer den Originalausgaben gibt es sonst keine späteren vollständigen Editionen, weder in Partitur noch als Stimmensätze.
Dr. Heinz Anderle Dr. Heinz Anderle ist wissenschaftlicher Berater des Musikverlages Wolfgang Kiess. Er ist Initiator der vorliegenden Serie von Werken.
Notenbeispiel
Klavierkonzert, F-dur, Allegro, Partitur
Klavierkonzert in F-Dur, op. 14 von Jan Ladislav Dussek, Partitur
copyright: Wolfgang Kiess updated: